Faqs - Alles, was du über KEEP wissen willst

KEEP

Wer oder was ist denn eigentlich KEEP?

KEEP ist ein Jugendhilfeträger, der versucht, für dich das richtige Betreuungsangebot zu finden und umzusetzen. Dafür brauchen wir deine Hilfe. Du musst uns sagen wie du dir deine Betreuung vorstellst und in welchen Situationen du Hilfe benötigst. Wir versuchen das dann auch umzusetzen!

Wo ist KEEP?

Schlössle in Düllstadt
KEEP hat seinen Geschäftssitz im Schlössle in Düllstadt, ein Ortsteil von Schwarzach am Main. Das liegt ungefähr 25 km östlich von Würzburg, in Nordbayern. Dort haben Björn, Thomas, Florian, Jana und Jochen ihr Büro. Auch finden dort Hilfepläne und Gespräche statt. KEEP hat verschiedene Betreuungsstellen. Die meisten sind dort ganz in der Nähe.

Bei wem kann ich mich beschweren?

Du hast gerade Probleme mit deinem Bezugsbetreuer? Du bist mit der derzeitigen Situation nicht zufrieden? Du musst dich mal so richtig über etwas oder über jemanden auskotzen? Dann drücke den Protest-Button rechts auf dieser Seite und schreib in die F***-Box! Deine Beschwerden werden von Björn gelesen und er bringt dein Anliegen in die nächste Team-Sitzung ein. Wir werden versuchen, eine gute Lösung zu finden!

Clearing

Was ist denn das?

LagerplatzWegsuche auf der Karte
Ein Clearing dauert bei uns 3 Monate. Zu Beginn wirst du gemeinsam mit einem Betreuer erst wandern und dann eine Fahrradtour machen. Ihr übernachtet draußen unter einer Plane oder in einem Zelt. Du kannst aber auch gerne einen Bauern fragen, ob ihr im Heu oder in der Scheune übernachten könnt. Du entscheidest im Clearing, wie weit du an einem Tag wandern oder fahrradfahren möchtest, wann du eine Pause brauchst, wo du schlafen und was du kochen möchtest. Du entscheidest sogar den Weg, den du gehen oder mit dem Mountainbike fahren willst. Dein Betreuer ist da, um dich zu unterstützen, jedoch nicht, um dir Entscheidungen abzunehmen. Das ist dein Job!
Nach ca. 4-6 Wochen (je nach dem wie schnell du wandern und radeln möchtest) beziehst du gemeinsam mit deinem Betreuer entweder einen Wohnwagen auf einem Campingplatz, eine Hütte im Wald oder eine kleine Wohnung. Nun wirst du in verschiedene Arbeitsprojekte eingebunden, z.B. Feuerholz machen, Gartenarbeiten, Apfelernte, Stall ausmisten, eine Hütte bauen etc. Auch kannst du dir überlegen, ob du stattdessen ein Praktikum in einem Berufsbereich machen möchtest, der dich interessiert. An den arbeitsfreien Tagen kannst du dir überlegen, ob du mal eine Kanutour, eine Klettersteigbegehung oder eine Höhlenerkundung ausprobieren möchtest.
Am Ende der anstrengenden Clearingzeit kannst du mit deinem Betreuer noch eine Reise machen und es dir richtig gut gehen lassen. Möchtest du mal mit dem Rad ans Meer fahren oder eine original italienische Pizza in Rom essen? Oder ein ganz anderes Abenteuer? Das entscheidest du!

Warum soll ich das machen?

„Clearing“ kommt aus dem Englischen und heißt soviel wie „klären“. Wir wollen in dieser Zeit mit dir gemeinsam herausfinden, was du brauchst, damit in Zukunft Dinge besser laufen, als es in der Vergangenheit der Fall war. Wir wollen wissen, wie du so drauf bist und was dich gerade beschäftigt, damit deine Wünsche in der zukünftigen Betreuung auch vom Jugendamt umgesetzt werden können. Es soll in Zukunft nicht mehr über dich, sondern mit dir entschieden werden.
Deswegen schauen wir uns dich in der Clearingzeit sehr genau an. Wir wollen wissen:
  • Was kannst du gut? Welche Interessen hast du?
  • Wie kann eine weitere Betreuung nach dem Clearing für dich aussehen?
  • In welchen Bereichen brauchst du noch Unterstützung und wie kann die aussehen?
  • Welche Schule ist für dich gut? Oder möchtest du gleich mehr Praktika in Betrieben machen?
  • Wie können wir dich und deine Eltern unterstützen, dass es weniger Stress zu Hause gibt?
Am Ende der Clearingzeit findet ein Hilfeplan mit dir, deinen Eltern, deinem Jugendamt, deinem Betreuer und dem pädagogischen Leiter statt. Es wird gemeinsam entschieden, wie es nach dem Clearing weitergehen soll. Vor allem aber sollst du erzählen können, was du dir denn wünschst und wie du dir die Zeit nach dem Clearing vorstellst!

Muss ich das denn machen?

Wir fragen dich vor dem Clearingstart im Jugendamt, ob du denn ein Clearing machen möchtest. Du hast dann eine Woche Zeit, dir darüber ausführlich Gedanken zu machen. Dann gibst du uns Bescheid, ob du die 3 Monate auch wirklich machen willst. Wir beginnen nur ein Clearing mit dir, wenn du das auch möchtest. Wir erwarten aber auch von dir, wenn du „Ja! Ich will!“ sagst, dass du das Clearing auch durchziehst. Dann gibt es kein Zurück.

Wer ist mein Betreuer?

Wir haben verschiedene Betreuer. Wenn wir uns vor dem Clearingstart im Jugendamt treffen, dann können wir dir mehr über deinen Betreuer erzählen. Wir suchen einen Betreuer aus, der auch zu dir passt!

Ist das denn anstrengend?

Ja, ein Clearing ist anstrengend! Klar, du wirst in der Zeit auch mal schimpfen und fluchen! Aber das Clearing hat bis jetzt fast jeder Jugendliche geschafft. Wenn du in deinem Leben etwas verändern möchtest, dann ist das immer anstrengend und dann ist es das auch Wert dafür zu kämpfen! Deswegen wirst auch du das schaffen!

Was heißt denn hier „Draußen“ übernachten?

Blick aus dem ZeltIm Winterschlafsack
Die ersten 4-6 Wochen während der Wanderung und der Fahrradtour übernachtest du mit deinem Betreuer hauptsächlich in der Natur. Während der Wanderung habt ihr eine sog. Biwak-Plane dabei, die euch vor Regen oder Schnee schützt. Ihr baut gemeinsam ein Planenzelt auf. Während der Fahrradtour hast du dann ein eigenes Einmann-Zelt. Im Winter kann es draußen schon mal kalt sein. Dafür bekommst du von uns einen Winterschlafsack und eine Isomatte gestellt, damit du nicht frierst und in Wärme deine Nacht verbringen kannst. Auch kannst du dich am Lagerfeuer aufwärmen. Vielleicht fragst du ja auch jemanden, ob ihr z.B. bei ihnen im Heu, in der Garage oder in einem Bauwagen übernachten könnt? Wir haben immer wieder Jugendliche, die sogar in Hotels übernachten durften! Es kommt ganz darauf an, ob du dich fragen traust!

Was esse und trinke ich denn da?

Outdoor-Küche
Keine Angst, du musst dich nicht von Würmern und Maden ernähren! Es gibt auf dem Weg immer wieder kleine Geschäfte, in denen du dein Essen und Trinken selbst einkaufen kannst. Du musst dir halt überlegen, was du Essen und Trinken möchtest! Und du hast auch nur 5 Euro am Tag dafür zur Verfügung. Du bekommst von uns einen eigenen Spiritus-Kocher und du kochst dein Essen selbst. Natürlich erklärt dir dein Betreuer, wie so ein Kocher funktioniert und was man so alles darauf kochen kann. Du kannst dir natürlich auch einen Teil  vom Essensgeld aufsparen und dann richtig schön im Restaurant essen gehen!

Wie beginnt das Clearing und was muss ich mitnehmen?

Das Clearing beginnt bei uns Düllstadt. Entweder wirst du von deinen Eltern bzw. von deinem Sachbearbeiter vom Jugendamt gebracht, oder wir holen dich ab. In Düllstadt lernst du deinen Betreuer kennen, der mit dir das Gepäck, was du für die Wanderung brauchst packt: Rucksack, Schlafsack, Isomatte, Kocher, Plane etc. zusammen. Danach fährst du mit deinem Betreuer ins Sportgeschäft. Dort kauft ihr die Kleidung ein, die du noch benötigst wie z.B. eine Outdoor-Jacke, Wanderschuhe etc. Du und dein Betreuer werden anschließend entweder in der bayerischen Rhön, im Steigerwald oder im Spessart ausgesetzt. Von dort geht dein Weg los!

Kann ich im Clearing meine Eltern besuchen? Darf ich meine Eltern anrufen?

Im Clearing kannst du deine Eltern nicht besuchen. Wir möchten, dass du dich im Clearing nur auf dich konzentrierst und deswegen ist ein Abstand zu deinen Eltern auch mal wichtig. Auch sind fürs Clearing normalerweise keine Telefonate mit deinen Eltern vorgesehen. Du kannst aber soviele Briefe an sie schreiben wie du möchtest. Deine Eltern können nach Düllstadt Post schicken und wir leiten sie dir dann weiter. Wenn deine Eltern wissen möchten wie es dir geht, können sie bei uns jederzeit im Büro anrufen.

Darf ich ein Handy oder eine Spielkonsolen mitnehmen?

Das Clearing findet ohne dein Handy und ohne Spielkonsole statt. Am besten lässt du diese Dinge gleich zu Hause oder du gibst sie beim Clearingstart bei uns im Büro für die Zeit ab.

Habe ich im Clearing Taschengeld zur Verfügung?

Du bekommst für die Zeit Taschengeld, es wird dir aber erst am Ende des Clearings ausbezahlt. So kannst du auf etwas sparen, wie z.B. ein eigenes Fahrrad oder einen Moped - Führerschein.

ISE / Wohngruppe

Was ist der Unterschied zwischen einer ISE und der Wohngruppe?

Eine ISE ist eine Einzelbetreuung, d.h. du wohnst mit einem Betreuer gemeinsam in einem Haus oder einer Wohnung und es sind keine anderen Jugendlichen da, die dich vielleicht nerven können. Dein ISE-Betreuer unterstützt dich darin, dass du deine Ziele erreichen kannst und in deinem Leben weiter vorwärts kommst.
Ansonsten ist da nicht viel Unterschied zu unserer Wohngruppe. Auch dort wirst du in deinen Zielen unterstützt. Jedoch wirst du dich an engere Regeln halten müssen als in einer ISE. In unserer Wohngruppe leben bis zu drei Jugendliche und ein Betreuer-Team. Damit ein Zusammenleben mit so vielen Personen funktioniert, braucht es einfach mehr Regeln.

Wo werde ich wohnen?

Zimmer-Renovierung
Du hast sowohl in unseren ISE-Betreuungsstellen als auch in der Wohngruppe ein eigenes Zimmer. Das darfst du gestalten, wie du möchtest. Oft muss das Zimmer noch renoviert werden, d.h. du und dein Betreuer ihr werdet dein neues Zimmer tapezieren und streichen, vielleicht sogar einen neuen Boden verlegen. Du sollst dir überlegen, wie du dein Zimmer gestalten möchtest, was du denn brauchst, damit du dich wohlfühlen kannst. Sowohl unsere Wohngruppe in Stadelschwarzach als auch die meisten unserer ISE-Stellen sind im Landkreis Kitzingen, also in der Nähe von Düllstadt.

Was kann ich denn da machen?

Klettersteig am Gardasee
Zunächst wird geschaut, was du denn eigentlich machen willst, ob Schule oder bereits eine berufliche Orientierung. Wir unterstützen dich darin, dass du auch das Passende für dich findest. Wenn z.B. die Schule oder eine Berufsorientierungsmaßnahme nicht so funktioniert, dann suchen wir mit dir nach Alternativen.
Unsere Wohngruppe und auch die meisten ISE-Stellen sind im Landkreis Kitzingen. In der Nähe gibt es ein Jugendtreff und verschiedene Sportvereine. An den Wochenenden und an einem Tag unter der Woche finden gemeinsame Ausflüge statt, wie z.B. Kino, Bowling, Klettern, Geocaching etc.
In den Ferien kannst du an Ferienfreizeiten teilnehmen. Dann gehen wir mit der Gruppe z.B. Kanufahren, Schneeschuhwandern, kriechen in Höhlen, gehen auf Klettersteige in den Alpen oder machen Urlaub am Meer.

Muss ich vorher ein Clearing machen?

Ja! Wir möchten dich kennenlernen und genau prüfen, ob du bei uns auch richtig bist. Manchmal gibt es auch Hilfen von anderen Einrichtungen, die besser für dich geeignet sind. Wir wollen auch nicht, dass du irgendwann sagst: „Das habe ich mir anders vorgestellt!“ Genau deswegen hast du während eines Clearings die Möglichkeit, sowohl die Anforderungen bei KEEP als auch die Betreuer, die dort arbeiten, kennenzulernen.

Bekomme ich Taschengeld?

Klar bekommst du Taschengeld! Umso älter du bist, desto mehr bekommst du. Dein Taschengeld verwaltest du selbst.

Darf ich einen Fernseher oder eine Playstation in meinem Zimmer haben?

Sowohl in der Wohngruppe als auch in der ISE darfst du keinen Fernseher und auch keine Spielkonsole in deinem Zimmer haben. Gerne aber in den Aufenthaltsräumen. Für Fernsehen und auch fürs Zocken gibt es feste Zeiten. Auch kannst du da nach Absprache mit deinen Betreuern das Internet nutzen.
Erst wenn du in einer Ausbildung bist oder im „Trägereigenen Wohnen“ in deiner Wohnung wohnst, dann darfst du auch einen Fernseher und eine Playstation in deinem Zimmer nutzen.

Trägereigenes Wohnen (TEW)

Wo wohne ich da?

Du bekommst von uns eine Wohnung im Landkreis Kitzingen gestellt. Der Ort der Wohnung hängt auch davon ab, wo du denn deine Ausbildung machst oder wo du zur Schule gehst. KEEP ist der Mieter der Wohnung und bespricht mit dir vor dem Einzug die Hausordnung. Die Wohnung ist möbliert, du kannst aber gerne die Wohnung so einrichten, dass du dich wohl fühlst.

Wer ist für mich zuständig?

Du wirst von unserem TEW-Team betreut. Je nach dem wie selbstständig du bereits bist und wie du deine Sachen in der Wohnung auf die Reihe bekommst, desto öfter oder auch weniger oft wird einer vom Team bei dir vorbeikommen. Das Team wird von Jochen koordiniert.

Muss ich vorher ein Clearing machen?

Fürs TEW ist ein Clearing nicht zwingend nötig. Allerdings wollen wir zunächst genau schauen, ob du schon fit für ein TEW bist. Du wirst zunächst zwischen 3-6 Monate in unserem Stammhaus in Düllstadt wohnen. Dort hast du ein eigenes Zimmer und eine eigene Küche. Unser TEW-Team schaut genau, in welchen Situationen du noch Unterstützung brauchst und erarbeitet mit dir Möglichkeiten anfallende Schwierigkeiten zu lösen. Das Probewohnen in Düllstadt ist eine Trainingsphase, die dich auf das alleine Wohnen vorbereiten soll.

Was wird von mir erwartet?

Zunächst musst du mindestens 16 Jahre alt sein, um überhaupt im TEW wohnen zu können. Von dir wird erwartet, dass du einer Beschäftigung in Form von Schule, Praktikum oder Berufsausbildung nachgehst. Auch wird erwartet, dass du dich an Absprachen mit deinem TEW-Team halten kannst. Das Probewohnen in Düllstadt bereitet dich zwar auf deine eigene Wohnung vor, dennoch wird es immer wieder auch Situationen geben, in denen Dinge vielleicht nicht so klappen wie du dir vorstellst. Das ist ganz normal wenn man seine erste eigene Wohnung bezieht und auch überhaupt nichts Schlimmes! Deine Aufgabe ist es aber, dem TEW –Team auftretende Probleme mitzuteilen, damit wir gemeinsam Lösungen dafür erarbeiten können. Du musst uns sagen, in welchen Bereichen du noch Unterstützung brauchst und willst! Wichtig ist auch, dass du von deiner Persönlichkeit her in der Lage sein sollst, alleine zu wohnen. Dazu musst du auch aushalten können, länger ohne Gesellschaft zu sein. Schaffst du das?

Wofür habe ich Geld zur Verfügung?

Je nach dem wie du mit Geld umgehen kannst, kaufen wir Verpflegung und Haushaltssachen mit dir ein oder überweisen dir ein Budget dafür auf dein Konto. Wenn du in der Schule, in der Ausbildung oder in einem Langzeitpraktikum bist, bekommst du zusätzlich 140 Euro mehr im Monat ausbezahlt oder überwiesen. Dieses Leistungsgeld steht dir dann zur freien Verfügung.

Wie komme ich denn von A nach B?

Wenn du in der Schule, Ausbildung oder in einem Langzeitpraktikum bist, dann bekommst du eine Monatskarte bezahlt. Deine Busfahrten musst du dir jedoch selbst organisieren. Wenn du keiner Beschäftigung nachgehst, dann musst du dich um deine Fahrten selbst kümmern und sie natürlich auch selbst bezahlen. Außer du hast einen wichtigen Termin z.B. im Gericht, Arbeitsamt etc. Dann fahren wir dich auch hin. Einige Jugendliche machen in der Zeit ihren Roller- oder Autoführerschein. Andere kaufen sich ein Fahrrad!

Dürfen bei mir Freunde übernachten?

Klar dürfen bei dir - am Wochenende - Freunde übernachten. Aber es muss vorher unbedingt mit dem TEW-Team abgesprochen werden und wir wollen auch wissen, wer das ist! Und wir behalten uns auch vor, "nein" zu sagen, wenn wir merken, dass es Probleme gibt.

Darf ich in meiner Wohnung einen Fernseher und eine Playstation haben?

Herzlichen Glückwunsch! TEW ist die einzige Maßnahme bei KEEP, bei der du deinen eigenen Fernseher und deine Playstation in deinem Zimmer bzw. deiner Wohnung haben kannst!

Nicaragua

Wo lebe ich da?

Bambushütten auf der Finca

Du wohnst auf einer „Finca“, einem großen Bauernhof im Nordosten Nicaraguas. Nicaragua ist ein Land in Mittelamerika mit vielen Vulkanen, Dschungel und dem karibischen Meer. Auf der Finca leben deine Betreuer, deren Kinder und Praktikanten, die in der Entwicklungshilfe arbeiten. Zudem leben dort Pferde, Esel, Schafe, Schweine, Papageien und Affen. Du hast dort eine eigene Bambushütte, die du dir gestalten kannst wie du möchtest. Es gibt dort nicht immer Strom, dafür aber Kerzen. Auch gibt es keine Dusche, sondern einen schönen Badefluss mit Lianen.

Was mache ich da?

Fortbewegungsmittel Pferd
Du lebst und arbeitest zunächst einmal auf der Finca mit. Es gibt dort täglich etwas zu tun: Tiere versorgen, Feuerholz machen, in der Kokos-Plantage mitarbeiten, das Auto- oder das Motorrad reparieren, Schreinerarbeiten, fischen oder jagen gehen etc. In der Nähe der Finca gibt es ein Dorf, in dem auch viele nicaraguanische Jugendliche leben. Um neue Freunde zu finden, wirst du wahrscheinlich Spanisch lernen müssen. Das ist aber gar nicht so schwer und bisher hat jeder Jugendliche schnell die neue Sprache gelernt. Aber keine Angst, die meisten Leute, die auf der Finca leben, kommen aus Deutschland und helfen dir Spanisch zu lernen. Einige Jugendliche sparen ihr Taschengeld und kaufen sich ein Pferd, um damit in die Schule oder zu Freunden zu reiten. Andere bevorzugen ein Fahrrad.

Gehe ich dort zur Schule?

Wenn du deinen Alltag einigermaßen geregelt bekommst, hast du natürlich die Möglichkeit, die Schule zu besuchen. Zunächst musst du aber Spanisch lernen, damit du auch verstehst, was der Lehrer dir erzählen möchte. Um Spanisch zu lernen bekommst du Einzelunterricht. Dann hast du die Möglichkeit, im nahe gelegenen Dorf in die Schule zu gehen. Dort wirst du auf einen nicaraguanischen Abschluss vorbereitet. Damit wiederum hast du die Möglichkeit, das nicaraguanische Abitur zu machen, das in Deutschland als Realschulabschluss angerechnet wird. Wir haben immer wieder Jugendliche, die das Abitur erfolgreich absolvieren. Damit haben sie später in Deutschland viel bessere Chancen auf eine Ausbildung!