Philosophie

KEEP steht als Abkürzung für Konsequente erlebnis- und erfahrungsorientierte Pädagogik. Grundlage unserer Arbeit ist ein humanistisches Weltbild, eine Einstellung gegenüber Erziehung, die den Aspekten der Freiheit, der Wertschätzung, der Würde und der Integrität von Personen hohes Gewicht beimisst.

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Die Erziehung ist personenzentriert und setzt an den Erfahrungen, Gefühlen und Gedankenwelten der betreuten Jugendlichen an. Deswegen schalten wir vielen Maßnahmen ein erlebnispädagogisches Clearing voraus, eine dreimonatige Diagnostikphase, um die Jugendlichen und ihre Lebenswelten kennen zu lernen und um gezielte pädagogische Zielsetzungen formulieren zu können.
Wir verstehen unter humanistischer Bildung einen Prozess, der Körper, Intellekt, Gefühl und alle Sinne einschließt.
Dafür bedarf es geeigneter und klar strukturierter Rahmenbedingungen wie z.B. des erlebnispädagogischen Rahmens während einer Clearingmaßnahme oder eines alltäglichen Rahmens in weiterführenden Maßnahmen, die von den Jugendlichen ein hohes Maß an Eigeninitiative erfordern. Durch diesen Prozess findet eine Auseinandersetzung mit der Welt statt und die Jugendlichen schaffen sich ein Bewusstsein über sich selbst und die Anforderungen der Gesellschaft.
Sie werden im pädagogischen Prozess ermutigt und befähigt, ihre Ressourcen zu erkennen und zu nutzen.
Anhand vielfältiger neuer Erfahrungen und Erlebnisse werden sie mit sich selbst konfrontiert und werden sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst. Die Betreuten erfahren als aktiv Handelnde dabei unmittelbar, dass ihr Handeln stets Konsequenzen mit sich bringt – positive wie negative. Es werden ihnen Handlungskompetenzen vermittelt, mit denen sie Problemlagen selbständig und aus eigener Kraft konstruktiv überwinden können. Zudem erwerben sie Einstellungen und Fähigkeiten, die für eine eigenständige Lebensführung in der Gesellschaft grundlegend sind.
Die Jugendlichen sollen lernen, dass sie in der Betreuung Rechte haben und in die pädagogischen Entscheidungs-prozesse aktiv einbezogen werden. Diese Partizipation wird umgesetzt durch offene Kommunikationsstrukturen innerhalb der Betreuungsstellen und pädagogische Reflexionsgesprächen mit dem Fachdienst. Für die Betreuten ist eine Ombudsstelle eingerichtet, die sie sowohl telefonisch, schriftlich als auch über unsere Homepage erreichen können.
Die Anliegen der Betreuten werden ins Leitungsteam eingebracht und ausgewertet.